Viele Diablo-Fans können sich mit Sicherheit noch an die Betaphase von Diablo 3 erinnern, bei der wir monatelang die Inhalte vom Start in Neu-Tristram bis zum Skelettkönig in Akt 1 ablaufen konnten, ehe die begrenzte Beta mit einem Endscreen beendet wurde. Zwar gab es eine durchaus lange Betaphase für Diablo 3, in diesem Zeitraum wurden aber kaum Inhalte getestet und vor massiven Startschwierigkeiten zum Release konnte die Beta auch nicht schützen.

In einem Interview nach der Blizzcon erklärt Executive Producer Allen Adham, dass man sich hier für Diablo 4 schon Gedanken gemacht hat. So soll es lang angelegte Betas für den neusten Diablo-Teil geben und die sollen auch deutlich mehr Inhalte zum Testen enthalten. Spieler werden vor Release also deutlich mehr von Diablo 4 sehen und können dementsprechend auch deutlich mehr und detaillierteres Feedback an die Entwickler weiterleiten.

Als Beispiel, wie eine Beta für Diablo 4 aussehen könnte, nannte Allen Adham eine neue Erweiterung von World of Warcraft. Hier werden über viele Monate nach und nach neue Inhalte zur Beta hinzugefügt, bis am Ende alle Gebiete sowie neuen Features spielbar sind - ausgeschlossen wichtiger Story-Elemente. Auch bei Diablo 4 muss man über das Battle.net online sein, deshalb denken die Entwickler hier über größere Stresstests nach.

So wäre es durchaus sinnvoll die Serverstruktur von Diablo 4 vor dem Release mit großangelegten Stresstests zu testen, bei denen sich viele Spieler gleichzeitig ins Spiel einloggen. Erst in diesem Jahr hat World of Warcraft Classic gezeigt, wie nützlich Stresstests sind. Die Entwickler haben zahlreiche Probleme beim Einloggen und im Startgebiet so noch vor dem Release beheben können.

Kein Echtgeld-Auktionshaus in Diablo 4

Ein anderes Thema im Interview betrifft das Echtgeld-Auktionshaus. Hier stellt Allen Adham klar, dass es ein solches System in Diablo 4 auf keinen Fall geben wird. Man hat aus den Fehlern von Diablo 3 klar gelernt und deshalb soll man sich in Diablo 4 seine Gegenstände hart erfarmen, mit Berufen herstellen oder mit anderen Spielern in den Städten mit Gold handeln.

Das Handeln mit anderen Spielern will man in Diablo 4 wieder sinnvoller gestalten, sodass es sich für beide Spieler lohnen kann und auch Spaß macht. Dass es kein Echtgeld-Auktionshaus geben wird, passt auch zur angekündigten Philosophie der Entwickler, dass man sich keinen Vorteil im Spiel durch echtes Geld erkaufen kann - Diablo 4 möchte auf keinen Fall Pay-to-Win sein.

Des Weiteren stellte der Executive Producer auch in diesem Interview nochmal heraus, dass das Team von Diablo 4 schon jetzt gut aufgestellt ist, um auch nach dem Release des Spiels schnell neue Inhalte in Form von Erweiterungen und Patches nachschieben kann. Man will bekanntlich die Problematik mit zu wenig Inhalten aus Diablo 3 nicht wiederholen.

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